Pfiffige Kochhelfer

Die Firma Vita Naturalis GmbH aus Stäfa, hat mir ein sehr breites Sortiment ihrer Pfiffikus-Produkte zum Testen zur Verfügung gestellt. Allerdings ist das Sortiment so gross, dass ich erst einen Teil ausprobieren konnte. Ich werde für diesen Testbericht nicht bezahlt und die Links sind KEINE Affiliatelinks.

Die Streuwürze und Gemüsebrühe – die Allrounderin unter den Pfiffikus-Produkten.

Die Streuwürze und Gemüsebrühe – die Allrounderin unter den Pfiffikus-Produkten.

Das Pfiffikus-Sortiment wird von der Firma Gutes von der Reichenau GmbH hergestellt und umfasst verschiedene Gewürzmischungen, Saucengrundlagen und Fertigmischungen für Getreide- und Kartoffel-Bratlinge. Ich bin bekanntlicherweise kein Fan von Fertigprodukten und mache lieber alles selber und mit frischen unverarbeiteten Lebensmitteln. Die Pfiffikus-Produkte sind aber sehr gute Grundlagen wenn es schnell gehen muss. Und auf Reisen sind sie sehr nützliche Helferlein. Alle Produkte sind biologisch, vegan, glutenfrei und frei von Glutamat und Hefeextrakten.

Bio Streuwürze und Gemüsebrühe

Dieses Produkt möchte ich bereits nicht mehr missen, vor allem auf Reisen. Die kräftige Würze besteht aus Steinsalz, Maismehl, Äpfel, Karotten, Wurzelpetersilie, Zwiebeln, Lauch, Petersilienkraut, Pastinaken, Sellerie, Kurkuma, Liebstöckel, Sonnenblumenöl und Ingwer, also alles natürliche Zutaten. Einfache Gerichte lassen sich damit rundum abschmecken und benötigen keine weiteren Gewürze. Die Mischung passt zu Salaten, Suppen, Gemüse, Kartoffeln, Reis, Getreide usw. Auch Avocadodips und Hummus gelingen damit. Ich habe mich eine Woche lang auf Teneriffa selber versorgt und hatte an Gewürzen nur diese Mischung, Kurkuma und schwarzen Pfeffer dabei und habe daraus Salate, Gemüseplatten, Gemüsesuppe, Avocadodip und Currys gemacht und alles hat sehr gut geschmeckt. Daheim mag ich nach wie vor eine breite Palette an Gewürzen, aber auf Reisen könnte ich gut allein mit dieser Pfiffikus-Würze über die Runden kommen. Ich habe neben der 250 g-Dose auch noch kleine Mustertütchen bekommen. Diese finde ich auf Reisen speziell ideal. Denn die Würze ist so kräftig und dadurch so ergiebig, dass man als Singlefrau mit einem 15 g-Tütchen locker drei, vier Tage über die Runden kommt. Leider kann man diese Probierpäckchen nicht kaufen sondern nur als Muster an Messen bekommen. Das ist für mich der einzige Minuspunkt des Produktes, denn auf Reisen eine Dose mitzuschleppen ist etwas unhandlich. Und Gewürze in kleine Beutel abfüllen ist halt ein bisschen Geduldsarbeit, aber machbar.

KartoffelgewuerzBio Kartoffel Gewürz

Im Prinzip ist diese Kartoffel-Gewürzmischung eine Weiterentwicklung der oben beschriebenen Streuwürze. Sie besteht aus Röstzwiebeln, Meersalz, einem Anteil Pfiffikus-Streuwürze, Knoblauch, Koriander, Petersilie, Majoran, Kümmel, Rosmarin und Thymian. Die Mischung passt effektiv hervorragend zu Kartoffelgerichten, aber ich empfinde sie nicht spezifisch als Kartoffelgewürz. Im Prinzip lässt sie sich genau so vielfältig einsetzen wie die «normale» Streuwürze, sie ist einfach noch etwas herzhafter. Für Blattsalate, Avocadogerichte oder leichte klare Suppen mit Einlage vielleicht etwas zu deftig. Aber zu Reis, Quinoa, Buchweizen, Hülsenfrüchten etc. schmeckt es mir genau so gut wie zu Kartoffeln. Der Nachteil dieses Produktes liegt für mich in der Dose. Es ist nämlich nicht wie bei der Streuwürze eine Streudose, sondern einfach eine Deckeldose ohne Einsatz. Dadurch lässt sich die Mischung nicht so gut dosieren, vor allem wenn man sie nur sehr sparsam einsetzen möchte. Ich empfehle daher, diese Kartoffel-Gewürzmischung in eine Streudose umzufüllen.

Komischerweise ist die Sauce bei mir gar nicht dunkel geworden. Vielleicht wegen der Zwiebeln und Champignons.

Komischerweise ist die Sauce bei mir gar nicht dunkel geworden. Vielleicht wegen der Zwiebeln und Champignons?

Bio Dunkle Sosse

Gibt es das Wort «Sosse» in Deutsch tatsächlich? Ich weiss es nicht, aber diese braune Sauce hat mich richtig überrascht. Ich habe Bratensauce (wie wir die dunkle Sauce in der Schweiz oft nennen) schon als Allesesserin nicht besonders geschätzt. Meine Favoriten waren immer Pilzrahmsaucen (zu Fleisch), helle Kräutersaucen (zu Gemüse und Fisch), Käse- und Tomatensaucen zu Pasta. Die braune Sauce wurde bei uns zu Hause – als ich noch Kind war – nur zu Braten, Gulasch und St. Galler Bratwurst gegessen. Braten und Gulasch habe ich aber nie besonders gemocht und Bratwürste habe ich lieber pur gegessen. Später als Vegetarierin und jetzt als Veganerin war diese Art Sauce für mich nie ein Thema. Ich habe sie wohl zwanzig Jahre lang nie mehr gegessen. Also war ich etwas unschlüssig zu welchem Gericht ich die essen sollte. Da ich sehr gerne Kartoffeln und Gemüse aus dem Ofen mag, war das das Naheliegendste. Die Zutatenliste der Sauce findet ihr hier. Für mich müssten Maisstärke, Karamellsirup und Maltodextrin nicht sein, denn ich schätze diese «Einfachzuckerarten» weniger. Da es aber nur kleine Mengen sind und man die Sauce nicht täglich isst, sind diese Zutaten kein Grund, die Sauce zu verschmähen. Auf der Dose steht, dass man das Produkt mit Ketchup oder Sojasahne verfeinern könne. Beides findet sich in meinem Haushalt nicht, aber die Idee, die dunkle Sauce zu individualisieren fand ich gut. Ich habe also meine Kartoffeln und mein Gemüse im Ofen brutzeln lassen und habe in einem Topf gehackte Zwiebeln und Champignons in Kokosöl angebraten, mit 2.5 dl Wasser abgelöscht und dann die angegebene Menge Saucenpulver untergerührt. Und was herausgekommen ist, hat mich überzeugt. Nämlich eine braune Sauce, die mir viel besser schmeckt als die hausgemachten Bratensaucen von früher. Allerdings muss ich sagen, dass ich noch schwarzen Pfeffer zugegeben habe, denn die Sauce war mir zu süsslich. Ich denke aber, dass das gerade Kindern gut schmeckt. Da ich allgemein wenig süsse und gerne scharf esse, ist die Variante mit zusätzlich Pfeffer für mich perfekt. Die Sauce pur, ohne Zwiebeln und Pilze und ohne zusätzlich Gewürz, würde mir nicht sooo toll schmecken. Aber ich werde in Zukunft dank Pfiffikus öfters braune Sauce essen als bisher – wenn auch in abgewandelter Form.

TomatenpestoBio Tomaten-Pesto

Ehrlich gesagt, ich käme nie auf die Idee, eine Pestogrundlage in Pulverform zu kaufen. Frische, selber gemachte Pestos sind immer wieder Geschmacksexplosionen und sind zudem in wenigen Minuten zubereitet. Wieso also Fertigpestos kaufen? Natürlich habe ich das Pfiffikus-Tomaten-Pesto trotzdem ausprobiert. Das Plus dieses Produktes ist, dass es nur aus gesunden Inhaltsstoffen besteht. Die Inhaltsangaben findet ihr hier. Gekaufte Pestos im Glas haben oft Zucker drin, zu viel Salz und manchmal auch Geschmacksverstärker, Hefeextrakt oder anderes. Wie alle Pfiffikus-Produkte ist auch das Pesto sehr würzig, was ich gerne mag. Mir hat aber das fruchtig tomatige gefehlt, denn ich mache mein Tomaten-Pesto immer aus getrockneten und frischen Tomaten. Also habe ich noch einen gehäuften Teelöffel Tomatenmark untergerührt. Danach fand ich es besser. Optisch und von der Konsistenz her gibt es nichts auszusetzen, aber gegen frisches Tomaten-Pesto hat dieses Produkt auf Pulverbasis keine Chance. Als Notvorrat mag es Sinn machen. Zum Beispiel wenn man an einem Sonntagabend spät heimkommt, der Kühlschrank absolut leer ist und man die Pasta nicht pur essen möchte. Für mich persönlich ist es ein Produkt, das ich schlicht nicht brauche.

Mir zeigt dieser Produkttest einmal mehr, dass eine Marke oder eine Produktlinie nicht grundsätzlich toll oder eher weniger empfehlenswert ist. Von Pfiffikus finde ich die meisten bisher getesteten Sachen gut bis sehr gut, aber das Tomaten-Pesto ist halt nicht mein Fall. Ihr Leser seht das vielleicht ganz anders. Mit diesem Test möchte ich euch die Pfiffikus-Produkte vorstellen und euch eine kleine Entscheidungshilfe geben. Schlussendlich müsst ihr aber natürlich selber ausprobieren, was euch schmeckt und gute Dienste leistet und was nicht.

Die Vita Naturalis GmbH ist oft an Messen und Märkten und da könnt ihr einige Produkte jeweils auch probieren. Die Markt- und Messetermine gibt es hier.

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