Die Olive – Eine Königin unter den Früchten

Der Olivenbaum ist ein gedrungener, knorriger Baum, der 10 bis 20 Meter gross wird. Wilde Olivenbäume sind kleinwüchsiger als gezüchtete. Es dauert lange, bis ein Olivenbaum gross ist und Ernte liefert, er kann aber mehrere hundert Jahre alt werden. Im Allgemeinen wird gesagt, je krummer und knorriger ein Olivenbaum ist, desto besser ist der Ertrag.

Nyons-Oliven – meine absoluten Lieblinge.

Nyons-Oliven – meine absoluten Lieblinge.

Die Olive ist eine Ölfrucht und gehört zu den weltweit am meisten konsumierten Früchten. Dies allerdings vor allem deshalb, weil sehr viel Olivenöl eingesetzt wird. Fast 90 Prozent aller weltweit geernteten Oliven werden zur Ölherstellung genutzt.

Grüne Oliven werden unreif geerntet und enthalten daher mehr Mineralstoffe und Wasser. Schwarze Oliven werden erst im reifen Zustand geerntet und enthalten mehr von den gesunden einfach ungesättigten Fettsäuren.

Viele Vorteile – trotzdem oft verpönt

In Zeiten des High Carb-Low Fat-Fiebers werden Oliven leider oft aus der Ernährung verbannt. Oliven enthalten zwar einen Fettanteil von bis zu 85 Prozent, doch es handelt sich dabei weitgehend um gute Fette die einen Betrag zur gesunden Ernährung leisten. Der grösste Teil des Fettes der Olive ist Ölsäure, eine einfach ungesättigte Fettsäure die dem Körper hilft, das schlechte LDL-Cholesterin zu verringern.

Oliven enthalten viel Vitamin E und sekundäre Pflanzenstoffe, die in der Krebsvorbeugung eine wichtige Rolle spielen. Man sagt Oliven auch nach, dass sie das Herz schützen, weil sie eine ausgleichende Wirkung auf die Blutfettwerte haben.

Ich empfehle, Oliven möglichst oft als ganze Früchte zu essen oder sie ganz für Pestos, Tapenarden, Cracker usw. zu nutzen, denn für unseren Körper ist es am einfachsten, Nahrungsmittel in ihrer ganzen, unverarbeiteten Form und somit in der gesamten Zusammensetzung zu nutzen. Als Ganzes genossen, sind Oliven trotz des hohen Fettanteils auch leicht verdaulich.

Extrahiertes Fett – in diesem Fall Olivenöl – ist nur in kleinen Mengen empfehlenswert. Zwar bietet auch das Öl der Olive gesundheitliche Vorteile, doch unterschätzt man bei dessen Verwendung oft die Menge und führt sich viel zu viele Kalorien zu. Man benötigt nämlich fünf bis sieben Kilo Oliven für die Herstellung von 0.5 bis ein Liter Öl. Und wie schnell giesst man sich einen halben Liter Olivenöl über Salate und Pasta oder mischt ihn in Pestos und Dips? Eben. Isst man Oliven pur oder ganz verarbeitet in Pestos etc. ist die konsumierte Menge viel kleiner und angemessener.

Mein Lieblingsolivenöl – leicht und fruchtig im Geschmack und in Rohkostqualität.

Mein Lieblingsolivenöl – leicht und fruchtig im Geschmack und in Rohkostqualität.

Achtung – Selten Rohkostqualität

Wie im Blogbeitrag «Meine aktuelle Ernährungsweise» bereits erklärt, sind Nahrungsmittel nur dann wirklich Superfoods, wenn sie roh, also nicht erhitzt und möglichst gar nicht verarbeitet genossen werden. Die meisten konventionellen Oliven werden jedoch extrem früh geerntet und dann stark verarbeitet – entbittert und gefärbt – um sie als «reife» Oliven zu verkaufen und möglichst viel Profit zu machen. Es gibt aber ökologisch angebaute, sonnengereifte und naturbelassene Oliven die in einem monatelangen Prozess im Schatten getrocknet werden. Ich persönlich empfehle Nyons-Oliven in Rohkostqualität. Diese sind unvergleichlich im Geschmack – zum pur essen gibt es keine besseren. In Salaten, Pestos und Dips verwende ich die etwas günstigeren Rohkostoliven die gewaschen, luftgetrocknet und mit wenig natürlichem Meersalz und manchmal noch mit Kräutern eingemacht sind.

Aufgepasst beim Olivenöl: Kalt gepresst ist nicht gleich Rohkostqualität. Denn auch wenn keine Extrawärme zugeführt wird, entstehen in industriellen Ölmühlen bei der Pressung Temperaturen von bis zu 170 Grad. Und trotzdem dürfen diese Öle unter dem Siegel «kalt gepresst» verkauft werden. Wenige Ölmühlen produzieren echtes Rohkostolivenöl welche beim Pressvorgang nicht über 42 Grad erhitzt werden. Diese Öle haben aber ihren Preis. Ich selber kaufe nur das Olivenöl von Vita verde, welches garantiert rohköstlich ist, ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis hat und mir persönlich sehr gut schmeckt.

Das Rezept für meinen sehr leckeren Oliven-Hummus folgt demnächst.

Für alle die mehr über Oliven lesen möchten:
Oliven – eine Liebeserklärung an den Süden (Die guten Seiten des Landlebens)

 

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