Vegan in: Mailand

Stazione Milano Centrale im strahlenden Sonnenschein.

Stazione Milano Centrale im strahlenden Sonnenschein.

Die Frühlingszeit ist eine der beliebtesten Reisezeiten für Städtetrips. Aus der Schweiz ist Mailand sehr beliebt. Per Zug relativ schnell und kostengünstig zu erreichen und im Frühling oft schon mit milden Temperaturen gesegnet, zieht Mailand die Massen an. Egal ob Kultur, Geschichte oder Shopping, die Stadt bietet für jeden etwas. Zudem ist Mailand ideal für digitale Nomaden, denn es gibt fast überall schnelles kostenloses WLAN, sowohl in den Hotels und Restaurants wie auch an den meisten öffentlichen Plätzen im Zentrum. Doch ist Mailand auch ein kulinarisches Erlebnis für Veganer?

Hier in der Ostschweiz war das Wetter vor Ostern ziemlich ungemütlich, nämlich grau, kühl und feucht. Also habe ich mich kurzfristig entschieden, von Gründonnerstag bis Ostersamstag drei Tage nach Bella Italia zu fahren und Mailand zu erkunden. Und es hat sich definitiv gelohnt: Mich erwartete strahlender Sonnenschein bei jeweils rund 17 bis 18 Grad am Nachmittag und so viele vegane Restaurants, dass ich nur einen kleinen Teil davon testen konnte.

Da ich kein Morgenmensch bin, bin ich erst um 8.39 Uhr losgefahren und um 13.30 Uhr in Mailand angekommen. Entsprechend habe ich am ersten Tag noch meine Reste von daheim als Mittagessen im Zug verspeist und erst abends zum ersten Mal in Mailand gegessen.

Ein typischer italienischer Quartierladen der an alte Filme erinnert.

Ein typischer italienischer Quartierladen der an alte Filme erinnert.

NaturaSi – die Biomarktkette

Bereits am Nachmittag habe ich mich aber aufgemacht um zu erkunden, was Mailand an Bioläden mit veganem Sortiment zu bieten hat, falls man sich selbst versorgen möchte. Dabei bin ich auf die NaturaSi-Biofachgeschäfte gestossen. Diese gibt es in verschiedenen Quartieren der Stadt, allerdings sind sie sehr unterschiedlich. Ich habe zwei Filialen ausgecheckt: die eine klein, eher alt und ziemlich chaotisch, aber doch mit einem relativ breiten Angebot und die andere gross, modern, tendenziell den bei uns üblichen Alnatura-Filialen ähnlich. Die Preise – sowohl in den Bioläden wie auch in den veganen und/oder biologischen Restaurants – sind eher hoch. Zwar günstiger als in der Schweiz, aber teurer als in Deutschland. Das Produktsortiment ist vergleichbar mit dem in der Schweiz und in Deutschland. Typisch für Italien gibt es in jedem Bioladen eine riesige Auswahl an Pastasorten, dazu auffallend viele Produkte aus Kamut, welche ich als Alternativen zu Weizenprodukten gerne mag.

Wem die Biofachgeschäfte in Mailand zu teuer sind, kann sich sehr gut in normalen Supermärkten versorgen. Selbst der Quartierladen in der Nähe meines Hotels hatte ein gutes Angebot an veganen, aber auch an glutenfreien Produkten. Zudem gibt es abseits der grossen Einkaufsstrassen viele kleine konventionelle Früchte- und Gemüseläden die fast schon klischéehaft anmuten und an alte Filme erinnern. Mich hat vieles in Mailand an den uralten aber immer wieder schönen Film «Ein Herz und eine Krone» erinnert, obwohl dieser in Rom spielt.

Alhambra – orientalisch und fernöstlich im Schnelldurchlauf

Nun zu den Restauranttests: Ich habe mich am ersten Abend für das Alhambra entschieden, weil dieses nur rund 300 m von meinem Hotel entfernt war. Mein Hotel lag zwischen dem Mailänder Hauptbahnhof und der bekannten Einkaufsstrasse Corso Buenos Aires. Und in den Seitenstrassen des Corso Buenos Aires sind viele der vegane Hotspots angesiedelt. Rund um die noch viel berühmteren Shoppingzonen und Sehenswürdigkeiten in der Altstadt gibt es kaum spezifisch vegane Restaurants, wohl weil die Mieten dort überteuert sind. Mir persönlich war die Altstadt sowieso zu voll und zu touristisch.

Leider lieblos angerichteter Mischmasch-Teller im Alhambra.

Leider lieblos angerichteter Mischmasch-Teller im Alhambra. Aber das Gewürzbrot ist ein Hit.

Das Alhambra ist – wie die meisten veganen Restaurants in Mailand – ein Schnellrestaurant wo es aber auch ein paar Tische gibt, um vor Ort zu essen. Der Essbereich ist zwar gemütlich eingerichtet, da im Laden aber viel «Durchgangsverkehr» herrscht, empfiehlt es sich für ein ruhiges ausgedehntes Abendessen nicht. Das Angebot ist in Buffetform, aber keine Selbstbedienung. Man sagt von welchen Speisen man möchte und die Bedienung schöpft die dann in eine ofenfeste Einwegschale. Danach wird das Essen im Ofen aufgewärmt. Nimmt man es Take away mit, wird diese Schale mit einem Deckel verschlossen. Isst man vor Ort, wir das aufgewärmte Essen auf einen Teller umgelagert und man bekommt es am Tisch serviert. Mich hat dabei gestört, dass das Ganze relativ lieblos passierte und ich schlussendlich einfach ein ziemliches Mischmasch auf dem Teller hatte. Man bezahlt nach Gewicht. Isst man vor Ort, bekommt man dazu kostenlos ein sehr delikates Gewürzbrot und Hummus serviert. Diese zwei Goodies waren für mich das Highlight. Alle Gerichte auf dem Alhambra-Buffet waren gekocht, rohes gab es nicht. Das Randen-Reisgericht, das Kichererbsen-Spinat-Gemisch und die verschiedenen Gemüse haben sehr gut geschmeckt. Sehr speziell im Geschmack waren die Mini-Samosas. Die schmeckten fast nur nach Ingwer… Der grosse Ausreisser nach unten waren die Falafel. Diese waren staubtrocken und schmeckten nach nichts, keinesfalls nach üblichen Falafel. Gekostet hat mich dieses Essen rund 15 Euro, die 0.5 l Flasche Mineralwasser dazu 1 Euro. Das Essen war nicht schlecht, aber auch nicht mehr als durchschnittlich und von daher eher zu teuer. Allerdings war das Alhambra an diesem Gründonnerstagabend extrem stark frequentiert und scheint sehr beliebt zu sein. Nicht in der gleichen Lokalität, sondern um die Ecke, gibt es auch noch das Café Alhambra, das wohl von den gleichen Inhabern geführt wird. Dieses ist ein kleines buntes Café im orientalischen Stil und sah von aussen sehr sympathisch aus. Allerdings habe ich es erst am letzten Tag entdeckt und hatte keine Zeit mehr für einen Test. Soweit ich sehen konnte, gibt es im Café vor allem Getränke und Kuchen.

Rohköstliche Geschmacksexplosion im Mantra.

Rohköstliche Geschmacksexplosion im Mantra.

Rohvegane Köstlichkeiten im Mantra

Am Karfreitagmittag habe ich mich für einen Rohkost-Lunch im 100-Prozent rohveganen Restaurant Mantra entschieden. Dieses hat sich für mich als Topspot herausgestellt. Das Restaurant ist sehr stylish und modern. Beim Eintreten war ich zuerst etwas irritiert, weil es im Eingangsbereich wie ein Take away-Laden wirkte. Der sehr angenehme und helle Speiserestaurantbereich liegt aber im hinteren Teil und ist vom Eingang her nicht einsehbar. Das Mantra ist eine richtige Ruheoase inmitten der quirligen Grosstadt.

Bei diesem göttlichen Dessert fühlt man sich wie im Himmel.

Bei diesem göttlichen Dessert fühlt man sich wie im Himmel.

Meine Wahl fiel auf das «Insy Must», ein Rohkostgericht aus Babyspinat, Birnenkugeln, getrockneten Tomaten, marinierten Fenchelstreifen, Radieslischeiben, Avocadowürfeln, Nüssen, Senf-Dressing und Zitronenschaum (für 12 Euro). Dieses Insy Must war zwar «nur» ein Salat, aber ein wahres Geschmackserlebnis und hat erstaunlich gut gesättigt. Dazu trank ich frisch aufgebrühten grünen Tee mit Minze (3.5 dl à 5 Euro). Da mich das Essen sehr begeisterte, musste ich mir unbedingt auch noch ein Dessert bestellen und dieser Rohkost-Brownie mit einer göttlichen Haselnusscréme (7 Euro) war schlicht genial. Obwohl das Essen im Mantra relativ teuer war, stimmte für mich das Preis-Leistungsverhältnis absolut. Denn das Ambiente im Restaurant war sehr angenehm, der Kellner sehr nett und er hat sich an jedem Tisch Zeit für Rohkost-Fragen genommen. Und das Essen war ein (f)rohköstlicher Traum. Für alle die auf gesunde vegane Ernährung mit hohem Rohkostanteil setzen, ist das Mantra DAS Muss in Mailand.

Sabatini – traditionelle italienische Küche und die vielleicht beste Pizza der Stadt

Am Karfreitagabend habe ich mir vorgenommen, ein traditionelles italienisches Restaurant zu besuchen, weil ich einmal auch Pizza essen wollte. Für mich gehört das zu einem Italientrip dazu. Lustigerweise habe ich im Internet kein einziges veganes Restaurant gefunden, das typisch italienische Küche anbietet. Also musste ich mich für eines der unzähligen konventionellen Restaurants entscheiden. Gewählt habe ich das Sabatini. Einerseits weil es auch ganz nahe bei meinem Hotel war und andererseits, weil es mir beim vorbeigehen sehr gut gefallen hat. Richtig gwundrig gemacht hat mich ein Flyer auf dem mit dem Slogan «… die vielleicht beste Pizza in Mailand» geworben wurde. Das Sabatini hat etwas Altehrwürdiges und ist überhaupt nicht touristisch. Dieser Eindruck wurde dadurch verstärkt, dass sehr viele Italiener dort gegessen haben und es wenige Gäste hatte, die offensichtlich Touristen waren.

...die vielleicht beste Pizza von Mailand – obwohl sie nicht so aussieht.

…die vielleicht beste Pizza von Mailand – obwohl sie nicht so aussieht.

Ich habe mir eine Pizza Vegetariana ohne Mozzarella (8 Euro), ausnahmsweise ein Glas Montepulciano (4 Euro) und eine 0.5 l-Flasche Mineralwasser (5 Euro) bestellt. Der Kellner fand es sichtlich ungewöhnlich, dass jemand eine Pizza ohne Mozzarella bestellt, obwohl auf der Karte die von Natur aus vegane Pizza Marinara auch zu finden war. Aber vermutlich ist es einfach speziell, wenn jemand eine andere als die Marinara ohne Käse möchte. Jedenfalls kam er extra nochmals zurück und fragte, ob ich anstelle von Mozzarella gerne Parmesan hätte… Als die Pizza serviert wurde, war ich zuerst etwas – sagen wir mal zerknirscht, denn sie sah ziemlich hingepfuscht aus. Beim ersten Bissen war ich aber sehr positiv überrascht, denn es war definitiv der perfekteste Pizzaboden (hauchdünn, knusprig und kein bisschen aufgeweicht) und die beste Tomatensauce (auf den Punkt gewürzt) die ich jemals gegessen habe. Zwar habe ich keine andere Pizza in Mailand probiert, aber ich denke, die im Sabatini könnte tatsächlich die vielleicht beste der Stadt sein, auch wenn sie – zumindest ohne Käse – optisch nicht danach aussieht. Das einzige was ich im Sabatini etwas komisch fand war, dass die Pizza für 8 Euro recht günstig, die 0.5 l-Liter Flasche Mineralwasser für 5 Euro dagegen hochpreisig war. Im Sabatini empfiehlt es sich, zumindest am Wochenende zu reservieren, denn das Restaurant ist sehr beliebt. Klar, bei der vielleicht besten Pizza der Stadt. 😉

Bunt und gemütlich – die Bioesserie.

Bunt und gemütlich – die Bioesserie.

Bioesserie – biologisch, für Allesesser, aber veganfreundlich

Der Samstag war bereits mein letzter Tag in Mailand und ich hatte noch x Restaurants auf meiner Liste, denen ich einen Besuch abstatten wollte. Da ich mir am Vormittag den botanischen Garten (der dann geschlossen war…) beim Palazzo Brera ansehen wollte, lag die Bioesserie am Weg. Allerdings frühstücke ich bekanntlich nicht und fürs Mittagessen war es noch zu früh. Die Bioesserie bietet aber für jede Gelegenheit etwas. Im vorderen Teil ist sie zugleich Saft- und Cafébar, aber auch ein buntes Café und eine moderne Lounge. Im hinteren Teil befindet sich das Speiserestaurant und im Verbindungsgang gibt es auch noch Verkaufsgestelle wo Bio-Trockenprodukte wie Reis, Pseudogetreide, Cracker, Süssigkeiten usw. erworben werden können. Ich habe die Location für eine Verschnaufpause genutzt und einen frischen Saft aus Orange, Ananas und Ingwer getrunken. Der Saft war sehr köstlich, die 2.5 dl schlugen mit 4 Euro zu Buche. Das Restaurant ist sehr schön, gemütlich und gross und wenn ich nächstes Mal in Mailand bin, möchte ich dort auch ein Menu probieren.

Bunter Salat mit vielen Superfood-Toppings im V3Raw.

Bunter Salat mit vielen Superfood-Toppings im V3Raw.

Am Mittag zu V3Raw für die Vorspeise und zu Flower Burger für den Hauptgang

Das V3Raw ist kein total rohköstliches und auch kein ganz veganes Restaurant, denn es gibt diverse Joghurtbowls die man – wenn ich es richtig verstanden habe – mit normalem Joghurt oder mit Sojajoghurt bekommen kann. Das Lokal ist im Schnellrestaurantstil, sehr hell mit Fensterfronten und sehr modern. Es eignet sich zum Brunchen, für eine Shoppingpause oder für einen leichten Mittagslunch. Es gibt frische Säfte, Smoothies, Joghurtbowls, Salate und Suppen. Serviert wird – auch wenn man im Lokal isst – alles in Einweggeschirr was für mich als Schweizerin ungewohnt, in Mailand aber durchaus üblich ist. Ich habe mich für einen bunten Salat mit vielen Toppings wie Gojis, Walnüsse, Kerne und Cracker entschieden. Trotz Einweggeschirr sah der Salat sehr ansprechend aus die Portion für 8 Euro war auch recht gross, was auf dem Foto nicht so gut rüberkommt. Alle Zutaten waren sehr frisch und die Kombi aus Früchten, Salaten und Toppings sehr lecker. Empfehlenswert.

Verzeiht mir, dass ich angebissenes Essen zeige, aber nur so ist das Innenleben des Burgers und die Farbe des Brötchens wirklich sichtbar.

Verzeiht mir, dass ich angebissenes Essen zeige, aber nur so ist das Innenleben des Burgers und die Farbe des Brötchens wirklich sichtbar.

Als Hauptgang an diesem Samstagmittag gönnte ich mir den Spicy Cecio im Flower Burger. Das Flower Burger ist ein kleiner, blumig und bunt gestalteter Imbiss mit wenig Auswahl, aber jeder Burger ist eine spezielle Kreation. So gibt es z.B. welche mit schwarzen Carbon-Brötchen oder eben den Spicy Cecio den ich hatte, mit knallgelbem, würzigen Kurkumabrötchen. Die Pattys sind auf Basis von Kichererbsen, Seitan oder Tofu. Da das Lokal an diesem Samstagmittag sehr voll war und draussen die Sonne schien, habe ich den Burger mitgenommen und in einer kleinen Grünzone gleich vis-à-vis vom Lokal genossen. Somit sieht er in der Styroporverpackung nicht so toll aus. Wenn man die Burger vor Ort isst, werden sie hübsch aufgemacht in einer Art Mini-Holzgemüsekistchen serviert. Bei meinem Spicy Cecio haben das würzige Kurkumabrötchen, die Spicy-Salsa und der Kirchererbsenburger sehr gut harmoniert. Ich hätte mir aber noch ein bisschen mehr Toppings gewünscht, denn da war nur noch ein bisschen Zwiebelpaste, wenig Salat und Tomate drin. Z.B. gegrillte Peperonistreifen und ein bisschen Weiss- oder Rotkohl hätte das Ganze zu einem Top-Burger gemacht. Grundsätzlich sind die Flower Burgers aber recht lecker und der Laden empfehlenswert. Die Preise (Euro 7.50 für den Spicy Cecio) gelten nur für den Abend. Am Mittag gibt es 10 % Rabatt. Ob das immer so ist oder nur phasenweise weiss ich allerdings nicht.

Grosse Dolci-Auswahl im Radiocetonda.

Grosse Dolci-Auswahl im Radicetonda.

Dolci im Radicetonda

Für den Nachmittag hatte ich noch ein Dessert im Radicetonda an der Via Spallanzani (eine weitere Filiale befindet sich an der Piazza Buozzi) eingeplant, allerdings war ich nach dem Salat im V3Raw und dem Burger bereits so satt, dass an ein «richtiges» Dessert nicht mehr zu denken war. Kurz ins Radicetonda reinschauen wollte ich aber doch noch. Das Lokal ist wie fast alle anderen veganen Adressen Restaurant und Take away in einem, bietet wöchentlich wechselnde Gerichte an und auch da wird alles in Einweggeschirr serviert. Auch dieses Lokal hat mir vom modernen Styling her gut gefallen, bloss mit dem Einweggeschirr habe ich so meine Mühe, wenn ich im Lokal esse. Ich habe mir einen Grüntee und zwei Raw-Kugeln – einmal Kokos-Choco und einmal Kokos-Lemon gegönnt. Die rohen Kugeln waren sehr fein, für Euro 1.60 pro Stück auch im für Rawfood üblichen Preisbereich. Den Beutel-Grüntee im 2 dl-Pappbecher für 3 Euro fand ich jedoch überrissen. Von der Qualität des Essens her, ist es aber sicher auch dieses Restaurant wert, besucht zu werden.

Picknick auf der Heimfahrt im Zug – pikante Algen-Gemüse-Tofu-Tarte im Stile der englischen Pies.

Picknick auf der Heimfahrt im Zug – pikante Algen-Gemüse-Tofu-Tarte im Stile der englischen Pies.

Picknick aus einer Filiale von mens@sana

Als letztes stand auf meiner Liste noch eine Filiale der mens@sana-Kette. Diese Läden gibt es an vielen verschiedenen Standorten der Stadt, allerdings alle eher abseits vom grossen Rummel in Wohnquartieren. Ob das Angebot überall gleich oder zumindest ähnlich ist, weiss ich nicht. Im mens@sana gibt es eine Art Buffet – rohes und gekochtes – und man zahlt nach Gewicht. Die verschiedenen Gerichte sind vor allem im fernöstlichen und orientalischen Stil, es gibt aber auch typisch italienische Sachen wie Arancini. Da ich mir ein Abendessen für auf der Heimfahrt im Zug besorgte, habe ich mich für ein grosses Stück einer sehr speziellen Algen-Gemüse-Tofu-Tarte entschieden und für ein Stück Schokokuchen. Dass auch die Preise der Kuchen nach Gewicht berechnet wurden, fand ich sehr speziell. Die beiden Sachen kosteten mich dann auch 12 Euro was für eine durchschnittliche Portion Take away-Essen doch recht teuer ist. Vor allem die pikante Tarte war aber sehr aussergewöhnlich und auch lecker. Anhand des Angebots und des Preis-Leistungsverhältnisses, würde ich diese Kette aber nicht unbedingt als Hotspot einordnen.

Mailand – ein Veganer-Paradies

Da die meisten veganen Restaurants in Mailand noch sehr jung sind – die Szene hat sich in den letzten fünf Jahren entwickelt – sind eigentlich auch alle modern, trendy und ziemlich hip. Sehr geschätzt habe ich, dass es in allen teils sehr schöne und vor allem überall saubere Toiletten gab. An einigen anderen Orten in Mailand – z.B. auch in einem Edelkaufhaus – war der Besuch der Restrooms eine eher ungemütliche Erfahrung…

Ich hoffe, ich konnte euch mit dieser Reportage das kulinarische Mailand ein bisschen schmackhaft machen.  Die Stadt ist auf jeden Fall ein Paradies für Veganer, denn was ich in drei Tagen abgeklappert und in mich hinein gestopft habe, ist nur ein Bruchteil des Angebotes. Ich werde auf jeden Fall wieder nach Mailand fahren, denn die Stadt ist genau nach meinem Gusto. Sie bietet unheimlich viel, man fühlt sich auch als allein reisende Frau wohl und wenn es dann auch noch an jeder Ecke veganes Essen gibt, ist unsereins wunschlos glücklich.

Wenn ihr euch die Essensfotos detailliert anschauen möchtet, klickt auf die Bilder um sie im Grossformat anzugucken.

4 Kommentare

  1. Manfred

    Vielen Dank für diese umfassende Recherche und den gut geschriebenen Bericht! Ich Sitze gerade im Zug nach Italien und habe in Mailand 1 Stunde Umsteigezeit. Da werd ich mir dich gleich was frisches veganes mitnehmen.

    Herzliche Grüsse
    Manfred

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    1. Barbara Würmli (Beitrag Autor)

      Danke! Mit nur einer Stunde Aufenthalt dürfte es mit meinen Empfehlungen aber schwierig geworden sein. Das meiste liegt ja nicht sooo nahe am Hauptbahnhof… So oder so wünsche ich viel Spass in Bella Italia.

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  2. Andrea

    Sehr ausführlicher, interessanter Bericht mit schönen Fotos. Macht mich gerade auch an Mailand einmal zu besuchen.

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    1. Barbara Würmli (Beitrag Autor)

      Vielleicht klappt es ja mal mit einem gemeinsamen Reisli. 😉

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