Äpfel – ein verkanntes Superfood

Vielleicht habt ihr erwartet, dass ich in diesem Blog nur über exotisch anmutende Superfoods wie junge Kokosnüsse, Moringa oder den Reishi-Pilz schreibe. Diese Dinge sind wundervoll und natürlich werde ich auch regelmässig über diese Exoten schreiben. Mir ist es aber ein Anliegen, zu zeigen, dass auch einheimische Früchte, Gemüse und Wildpflanzen wahre Kraftpakete sind und mit höchst wirkungsvollen Inhaltsstoffen punkten können.

Jedes Essen zählt

Wer glaubt, sie oder er könne sich mit der gängigen stark verarbeiteten Kochkost ernähren und dabei topfit und gesund sein, indem diese einfach ab und zu mit einem grünen Smoothie und ein paar exotischen Superfoods angereichert wird, der irrt. Kein Superfood und kein einzelnes Nahrungsmittel dieser Erde kann Wunder vollbringen. Die Basis ist immer eine basenüberschüssige Ernährung mit hohem Rohkostanteil. Nur wenn diese gegeben ist, können in die Mahlzeiten integrierte Superfoods wie Maca, Chia usw. ihr volles Potential entfalten. Versucht daher, möglichst jedes Essen ausgewogen und mit vielen frischen, unverarbeiteten, saisonalen Früchten und Gemüsen zu gestalten. Hippokrates berühmter Satz «Eure Nahrung soll eure Medizin und eure Medizin soll eure Nahrung sein» gilt heute genauso wie damals. Darum hier nun also ein Lobgesang auf unsere einheimischen Äpfel.

Rosengewächs bringt wertvolle FrüchteApfelkorb_Golden

Was ihr vielleicht noch nicht wisst: Apfelbäume gehören zur Familie der Rosengewächse und darin zur Pflanzengattung Kernobstgewächse. Sie sind ursprünglich in Europa, Asien und Nordamerika heimisch.

Äpfel sind kalorienarm und unterstützen eine Gewichtsreduktion weil sie zur Hauptsache aus Wasser bestehen. Trotzdem zeichnen sie sich durch einen hohen Nährwert aus, denn sie enthalten über 30 Mineralien und Spurenelemente. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen gehören Kalium und Eisen, das Provitamin A, die Vitamine B1, B2, B6, E und C, Niacin und Folsäure. Ein wichtiger Inhaltsstoff ist das Pektin, welches hilft, den Cholesterinspiegel zu senken. Zudem wirken Äpfel regulierend auf die Verdauung, sie helfen also sowohl bei Verstopfung wie auch bei Durchfall.

Äpfel sind das optimale Nahrungsmittel am Entlastungstag vor einer Fastenkur und ebenfalls am Aufbautag nach dem Fasten, also beim Fastenbrechen.

Bewährtes Hausmittel

Wer eine träge Verdauung hat, bringt diese mit einem täglich pur gegessenen Apfel – am Besten als erste Mahlzeit des Tages – auf einfache Weise in Schwung. Ein lauwarmes Glas Apfelessigwasser – morgens auf nüchternen Magen – hat die gleiche Wirkung. Wer von Durchfall geplagt wird, isst die Äpfel mit Schale gerieben. Dadurch wird das Pektin optimal freigesetzt, bindet Schadstoffe und hilft diese auszuschwemmen.

Kürzlich habe ich sogar gelesen, dass ein vor dem Aufstehen gegessener Apfel die morgendliche Schwangerschaftsübelkeit verhindert. Haben einige von euch Leserinnen das während der Schwangerschaft ausprobiert? Würde mich sehr interessieren.

Auf jeden Fall hilft der Apfel mit, uns gesund über den Winter zu bringen. Als Lagerobst zählt er zu den wichtigsten heimischen Früchten die über das ganze Winterhalbjahr bis in den Frühling hinein aus regionaler Produktion zur Verfügung stehen. Dementsprechend werde ich in den nächsten Wochen und Monaten einige leckere Apfel-Rezepte publizieren.

Möchtest du mehr über Äpfel erfahren? Dann check mal dieses Buch:
Auf den Kern gebracht: Die Apfel-Anthologie: Anthologie, Kurzgeschichten, Gedichte, Apfel, Obst, Gesundheit, Natur

 

2 Kommentare

  1. Astrid

    … sehr sehr schön.

    Ich bin da sehr bei Dir. Und denke, dass wir uns langsam mit dem Superfood aus fernen Ländern übernehmen. Einen nicht unerheblichen Beitrag zur Erhöhnung unseres „Fußabdruckes“ leisten.

    Danke für Deinen Beitrag.

    Liebe Grüße aus Berlin
    Astrid <3

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    1. Barbara Würmli (Beitrag Autor)

      Danke, Astrid, dass du hier vorbei schaust! Freut mich sehr. Zwar konsumiere ich auch exotische Superfoods, vor allem im Winter, aber gerade im Sommer wo man mit Löwenzahn, Spitzwegerich, Giersch, Brennesseln usw. die Superfoods kostenlos praktisch vor der Haustüre findet (zumindest hier in der ländlichen Schweiz) ist es einfach nicht nötig, die Umwelt und das Portemonnaie mit teuren ausländischen Produkten zu strapazieren.

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